Skills Not Hacks!
Shownotes
Wie oft habt ihr schon denselben Prompt in einen anderen Chat-Fenster kopiert, nur weil die KI sich "vergessen" hat, wie sie sich verhalten soll? Mark und Jens nehmen sich diesmal ohne Gast, aber mit viel Redefluss ein Thema vor, das gerade quer durch alle großen Anbieter geht: Agent Skills. Ihre These für die Folge: Wer Skills richtig einsetzt, muss deutlich weniger prompten und bekommt trotzdem bessere, konsistentere Ergebnisse.
Ganz konkret geht es um den Aufbau einer Skill.md-Datei: ein simples Markdown-File mit Titel, Beschreibung und Verhaltensanweisung, das bei Claude in eine gezippte `.skill`-Datei verpackt wird (ja, wirklich: umbenennen in `.zip` und entpacken funktioniert). Am Beispiel eines Senior-Code-Reviewer-Skills und eines PowerPoint-Vorlagen-Skills zeigen die beiden, wie ein Skill Governance und Verhalten festlegt statt nur Antworten zu liefern, und warum das etwas grundsätzlich anderes ist als ein Tool, ein Plugin oder ein API-Key. Portabilität ist dabei ein zentraler Punkt: Ein einmal geschriebener Skill lässt sich in ChatGPT, Gemini oder andere Modelle einfach reinkopieren, auch wenn nur Claude aktuell die vollständige Skill-Infrastruktur inklusive Ressourcen und automatischem Nachladen bietet.
Ein Running Gag der Folge: die Abgrenzung zwischen Skills und Memory-Files. Skills beschreiben eine wiederholbare Spezialisierung ("verhalte dich wie ein Senior Code Reviewer"), Memory-Files merken sich generalistisch Kontext über die Person hinweg. Ein Unterschied, den Mark und Jens explizit an OpenClaw durchdeklinieren, wo genau diese Vermischung schnell zum Problem wird. Dazu kommt ein Architektur-Dreisprung, den die beiden live entwickeln: eine Verhaltens-Schicht (Skills), eine Tool-/MCP-Schicht und eine Runtime-Schicht, auf der Modell oder Agent tatsächlich arbeiten.
Praktisch wird es beim Vorschlag, die eigene Arbeit mit Zettel und Stift zu protokollieren, um nervige Wiederholungsaufgaben zu identifizieren und daraus Skills zu bauen, vom Kontoauszug-Sortieren bis zum Advisory-Board-Skill, den Mark einst mit N8N gebaut hat und der als Orchestrator-Skill selbstständig die passenden "Experten" befragt. Wer schon mit Skill-Bibliotheken arbeitet, bekommt außerdem den nötigen Security-Reminder: fremde Skills vor dem Einsatz reviewen, denn ein Skill ist im Zweifel nichts anderes als eine Verhaltensanweisung, der man blind vertraut. Zum Schluss gibt's noch einen Ausblick auf die nächste Folge zu Gaming-UIs für die Orchestrierung mehrerer KI-Agenten gleichzeitig.
Neuer Kommentar