Second Brain
Shownotes
Ein Gast, den Mark sich lange gewünscht hat: Cornelius Illi, Product Cluster Lead für Innovation und GenAI, mit dem er sich nach eigener Aussage immer gerne unterhält und von dem er einiges lernt. Bevor es losgeht, darf Jens noch von seinem Wochenende erzählen, und das passt besser zum Thema, als ihm lieb ist. Er wollte mit seinem Sohn ein altes Computerspiel spielen, das es für den Mac nicht mehr gibt, also hat er Crossover gekauft und Claude Vollzugriff auf seinen Mac Mini gegeben. Das Ding hat die halbe Nacht durchprobiert, tausendmal gestartet, geschaut, ob es zwischen 3D-Animation und Intro-Video abstürzt, eigene Shader gebaut, Software installiert, wieder gelöscht und nebenbei die Festplatte aufgeräumt. Gespielt wurde am Ende auf dem Linux-Rechner des Sohnes. Immerhin hat Claude noch die Support-Mail für die Rückerstattung geschrieben, inklusive Liste aller Versuche, damit niemand mit „haben Sie es schon so probiert" antwortet.
Dann die Freitagabend-Frage, Bier in der Hand, jemand hat den Begriff Second Brain aufgeschnappt: Was ist das eigentlich? Cornelius holt aus. Das Konzept ist älter als die LLM-Debatte, geprägt hat es Tiago Forte mit der CODE-Methode: Capture, Organize, Distill, Express. Alles reinladen, ordnen, den Sinn herausdestillieren, am Ende etwas damit bauen. Neu ist, dass Andrej Karpathy Anfang des Jahres seinen LLM-Wiki-Ansatz vorgestellt hat und viele daraufhin gemerkt haben, dass so ein Speicher vielleicht gar nicht für den Menschen gedacht ist, sondern der perfekte Kontextspeicher für die KI. Cornelius hat genau deshalb das Capture automatisiert: 130 Quellen liefern ihm 400 bis 500 Inhalte pro Woche, die werden gerankt und bewertet, höchstens ein Drittel landet im wöchentlichen Digest, der Rest fliegt als irrelevant oder als bloßes Repackaging raus. Sogar seine LinkedIn-Likes zieht er sich zurück, über eine selbstgeschriebene App und die Betroffenenrechte, die ihm als EU-Bürger zustehen.
Und dann kommt der ehrlichste Moment der Folge. Cornelius liest seinen eigenen Digest nicht mehr. Zu viel, und es bleibt ja nicht beim Lesen, danach muss man mit der KI darüber diskutieren, um überhaupt Insights zu bekommen. Sein Befund: Kuration ist der eigentlich schwierige Teil, und der Mensch bleibt darin noch lange nötig. Die KI kann erklären, was Harness Engineering ist und wer den Begriff geprägt hat. Was sie nicht liefert, sind Best Current Practices, also die Frage, was in genau dieser Version von Modell und Harness gerade wirklich funktioniert. Wo eine Visualisierung dagegen hilft: beim Aufdecken der eigenen Verzerrung. Cornelius hielt das LLM-Wiki-Thema für riesig und musste feststellen, dass in hundert Tagen nur 23 von 5.000 Inhalten davon handelten. Ein Randthema, das sich in seinem Kopf groß angefühlt hat.
Beim Werkzeug gehen die drei auseinander. Mark hält dagegen, dass Wissen durch Reduktion entsteht, durch Struktur und dadurch, dass ein System auch vergessen kann, und nicht durch das Anhäufen möglichst vieler Dateien. Er selbst nutzt kein Obsidian, sondern packt alles in einen einzigen Skill: zehn Jahre Apple-Entwicklerdokumentation und WWDC-Transkripte, dazu seine eigenen Mobile-Artikel, als Zip ein paar MB, entpackt ein paar hundert. Antwortzeit rund zwei Minuten. Perfekt ist das nicht, ein RAG ist es auch nicht, aber es ist portabel und läuft in jedem Harness, ob Codex, Claude Code oder das eigene System der Firma. Das Ding heißt SkillSafe (godmodeai2025.github.io/SkillSafe), ein lokaler Wissenstresor als portabler Skill: Wissensbausteine im OKF-Format mit Quelle und Fundstelle an jeder Kernaussage, kontrollierte Begriffswelten mit Synonymen statt Vektor-Blackbox, und sechs eiserne Regeln, von denen die erste lautet: Deckt der Bestand eine Frage nicht ab, heißt die Antwort „Nicht im Bestand". Modellwissen füllt das nie auf. Genau deshalb hat Mark sich überlegt, mit welchen Begriffswelten er überhaupt an seinen Skill herankommt, statt sich auf ein grep zu verlassen. Jens dagegen braucht die Grafik. Über 20.000 Dokumente liegen in seinem Vault, gezielt eine einzelne Markdown-Datei zu suchen ist die Hölle, aber der Blick auf den Graphen gibt ihm ein Gefühl für die Gewichtung. Am Wochenende sah der falsch aus, also läuft jetzt eine neue Logik darüber. Sein Vault liegt bewusst lokal auf einem Mac Mini, mit lokal laufenden Gemma-Modellen, die archivieren und vergessen, einem Advisory Board aus den Autoren, denen er am meisten folgt (Karpathy sitzt mit drin), und einem Wächter, der prüft, was aus dem Vault heraus überhaupt an eine öffentliche API gehen darf.
Weil viele Begriffe durch den Äther gingen, übersetzt Cornelius zwei davon in Normaldeutsch. Ein RAG, Retrieval Augmented Generation, zerlegt Texte in Chunks, wandelt sie in Embeddings und ordnet sie in einem hochdimensionalen Raum an, in dem Nähe Bedeutung heißt. Das klassische Beispiel: König minus Mann plus Frau ergibt Königin. Eine Ontologie kommt aus der Graphentheorie, Knoten und Kanten, und beschreibt, wie Begriffe zusammenhängen, damit sich Pfade entlanghangeln lassen. Warum das zählt, wird beim Teilen klar: Wer ein Wissenssystem selbst gebaut hat, kennt die Begriffe darin. Wer es geerbt bekommt, kann nicht danach suchen, weil ihm das Schlüsselwort fehlt. Ein grep hilft dann nichts, und Brute Force über 200 Treffer kennt keine Relevanzgewichtung. Für die Firma heißt das: Single Source of Truth, oder wie Mark es nennt, ein Knowledge Hive, für Richtlinien, FAQs, Organigramme, Architekturdokumentation, Verträge. Nur eben ohne den nächsten Monolithen zu bauen, für den man erst eine Schulung braucht.
Zum Schluss die Empfehlung für alle, die anfangen wollen. Mark sagt: mit Skills starten. Nicht das Monster bauen, sondern sich für eine konkrete Aufgabe überlegen, welche Informationen ein Skill braucht und wie sie strukturiert sein müssen. Ein Skill plus ein paar Dateien im Projektordner ist bereits ein Mini-Second-Brain. Cornelius empfiehlt etwas anderes: den Fokus verschieben, weg von „was könnte ich noch wissen wollen" hin zu „woran arbeite ich gerade und was will ich erreichen". Dann braucht es oft gar nicht so viel Wissen, sondern eine gezielte Suche, und das Brain wächst von selbst. Sein Trostpflaster für Perfektionisten: Wenn er 90 Prozent des Zeitaufwands spart und das System 30 Prozent falsch macht, bleibt immer noch ein großer Mehrwert. Jens' Schlusswort ist wie immer einfach machen, und Marks Beobachtung zum Mitnehmen: Wir haben Modelle, die Videos generieren, und speichern unser Wissen in schlichten Textdateien. Schaut euch Markdown an. Enterprise Brains und die Frage, wie tausend Second Brains miteinander reden, bleiben liegen. Dafür gibt es schon die Einladung zur zweiten Folge mit Cornelius.
— Think Different. Think AI. mit Mark Zimmermann und Jens Scharnetzki.
Hören: Apple, Spotify, YouTube, RSS https://think-ai.podigee.io
Neue Folge zuerst im WhatsApp-Kanal https://whatsapp.com/channel/0029VbDJ4ZlGufIrpquad004
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen bei Think Different, Think AI. Heute ist in vieler Hinsicht
00:00:05: eine ganz besondere Folge.
00:00:07: Zum einsten, genau, also so fängt es schon sehr gut an. Den ersten Versprecher
00:00:12: schon gleich mal durch den Äther geschickt.
00:00:13: Zum ersten haben wir heute einen Gast, den ich mir schon lange herbeigewünscht
00:00:18: habe, weil ich mich auch immer wieder sehr gerne mit ihm unterhalte und von
00:00:23: ihm auch viel lernen kann. Der Cornelius ist heute da. Hallo Cornelius.
00:00:27: Hallo, ich freue mich.
00:00:29: Bevor wir wissen, wer du bist, also bevor die anderen wissen,
00:00:31: wer du bist, und bevor wir das Thema lüften, über das wir heute sprechen,
00:00:35: muss ich unbedingt mir Jens das Wort erteilen.
00:00:38: Der hat nämlich, glaube ich, so ein bisschen Spielebranche und Chlor zusammengebracht.
00:00:43: Jens, wie geht's dir? Was ist passiert und was hat das jetzt miteinander zu tun?
00:00:49: Ja, das werden wir später sehen, aber ein bisschen kann ich schon anteasern.
00:00:52: Und herzlich willkommen auf jeden Fall, Cornelius. Ich freue mich natürlich
00:00:54: genauso wie Bolle, wie der Marc, dass du da bist und freue mich auch auf die
00:00:57: heutige Folge, die wir machen werden.
00:01:00: So ein bisschen, naja, passt es dazu, was wir heute auch besprechen werden,
00:01:04: was mir am Wochenende wieder passiert ist?
00:01:05: Ich wollte ganz gerne ein altes Computerspiel mit meinem Sohn mal spielen und
00:01:11: dachte, du hast doch so einen geilen Mac Mini, wo sonst nur dein megageiles
00:01:15: Second Brain draufläuft.
00:01:17: Lass den doch auch mal vernünftig was machen und mal spiel da mal ein Computerspiel drauf.
00:01:21: Problem ist, dieses Spiel gibt es nicht mehr auf dem Mac. Es gibt so eine Windows-Version
00:01:25: davon und dementsprechend saß ich da und dachte, okay, Du hast ja auch eine
00:01:28: schöne Cloud-Installation, die auf dem
00:01:31: Desktop-Komplett-Zugriff auf deinen ganzen Mac Mini habt, lasst uns das doch mal zusammen angehen.
00:01:36: Das war wieder so ein Beispiel für übersteigerte, jetzt muss ich aufpassen,
00:01:41: Selbsteinschätzung sowohl bei mir als auch bei Claude, was möglich ist und was nicht möglich ist.
00:01:47: Also wir haben wirklich mit wehenden Fahnen sind wir beide in diese Schlacht
00:01:50: gezogen, um das zu schlagen.
00:01:51: Waren auch relativ zügig mit einfachen Lösungen eigentlich dabei.
00:01:54: Das muss locker klappen mit dieser Software. Ich habe dann diese Software sofort gekauft.
00:01:58: Ende vom Lied ist, ich habe irgendwie Komplettfreigabe über Passworteingaben
00:02:01: mit Screenshots, die Clark machen wirfte die ganze Nacht, der hat irgendwie
00:02:04: tausendmal dieses Programm versucht zu starten, hat dann immer wieder beobachtet, in welchen
00:02:08: Momenten, ob es zwischen den 3D-Animationen oder dem Intro-Video abstürzt und
00:02:12: hat dann irgendwelche Shader versucht selber zu bauen, um das irgendwie ins Laufen zu kriegen.
00:02:15: Neue Software runtergeladen, alte Software gelöscht, meine Festplatte aufgeräumt
00:02:19: währenddessen, weil da ziemlich viel Müll drauf war, hat es dann festgestellt.
00:02:22: So oder so, es ist gut ausgegangen, muss ich hinterher sagen.
00:02:25: Also gespielt habe ich mit dem Linux-Rechner meines Sohnes.
00:02:27: Alle Sachen sind wieder gelöscht von meinem Rechner, was falsch drauf installiert
00:02:32: worden ist, weil es nicht geklappt hat.
00:02:33: Und Cloud hat mir dann noch wenigstens geholfen, hat mir so eine Readme-Datei
00:02:38: angelegt, mit der schrieb für die Firma, von der ich die Software gekauft habe,
00:02:41: Crossover war das, dass ich dann doch gerne mein Geld zurückhaben wollte,
00:02:45: weil ich vergeblich versucht habe.
00:02:47: Und wir haben auch so eine lange Liste gemacht, damit der Support mich nicht
00:02:49: anschreibt und sagt, versuchen Sie es erstmal so. Haben wir erstmal alles aufgelistet,
00:02:52: was wir gemacht haben. Die Support-Jungs werden wahrscheinlich erschlagen,
00:02:56: sein von dieser Mail, die ich da bekommen habe. Aber ich freue mich auf mein Geld so richtig.
00:03:01: Und parallel hatte dir die Kreditkarte leer geräumt. Aber du hast ja schon ein
00:03:04: richtig schönes Stichwort gebracht.
00:03:07: Second Train. Aber bevor wir anfangen, Cornelius, auch nochmal jetzt hier,
00:03:11: damit wir es nochmal ganz offiziell gemacht haben. Schön, dass du da bist.
00:03:14: Und ich freue mich total mit dir über das Thema Second Train.
00:03:21: Zu unterhalten. Wir haben uns irgendwie mal irgendwann vorgenommen,
00:03:25: mal anfangen zu erzählen, worum es denn geht. Und ich habe bei einem anderen
00:03:28: Podcast das genommen und das nehmen wir jetzt auch für deine Vorstellung.
00:03:31: Stell dir vor, es ist Freitagabend, 20 Uhr, du hast ein Bierchen in der Hand,
00:03:35: du triffst auf Menschen, die du noch nie in deinem Leben gesehen hast und die
00:03:39: fragen zu dich, ich habe letztens mal diesen Begriff Second Brain gehört,
00:03:43: du bist doch hier irgendwie so ein bisschen nah mit der KI.
00:03:46: Magst du uns mal erklären, was das ist? was man darunter versteht?
00:03:52: Das ist eine gute Frage. Also dieses Thema Second Brain gibt es schon seit,
00:04:00: ich würde sagen, vielen Jahren und schon länger, als es die ganze Large Language Model Debatte gibt.
00:04:06: Es gibt auch einen Autor, den Tiago Forte, der dieses Konzept,
00:04:11: glaube ich, federführend geprägt hat.
00:04:14: Und das grundlegende Prinzip ist eigentlich, dass ich
00:04:18: alle meine Gedanken und Recherchen, die ich mache, ablege in einem System,
00:04:25: das gut durchdacht ist und das mir dann dient quasi als Referenzwerk für meine Arbeit.
00:04:31: Der hat das auch mit einer Methode hinterlegt, die heißt CODE,
00:04:36: steht als Akronym für CAPTCHA.
00:04:39: Jetzt muss ich mal überlegen. Organize, Distill und Express.
00:04:44: Also das Erste eben, erstmal Sachen reinzuladen, dann sie zu organisieren und dann
00:04:52: Quasi den Sinn herauszudistillieren und dann später damit was zu machen,
00:04:56: was zu programmieren, was zu schreiben, einen Podcast aufzunehmen.
00:05:01: Das war so der Ursprung, glaube ich, von Second Brain. Und ja,
00:05:05: das Thema ging, glaube ich, dann durch die Decke Anfang diesen Jahres,
00:05:08: das alles, der NJK Parthy seinen LLM-Wiki-Ansatz vorgestellt hat.
00:05:14: Und dann viele, glaube ich, dann nochmal aufgestiegen sind, um zu sagen,
00:05:16: hey, vielleicht ist das ja gar nichts, was ich als Mensch brauche,
00:05:20: sondern vielleicht ist es einfach der perfekte Kontextspeicher für meine KI.
00:05:26: Ich finde, ich habe mir gerade vorgestellt, wie wir hier stehen mit einem Bierchen in der Hand.
00:05:31: Ich habe mir gerade vorgestellt, wie Menschen ohne KI-Kompetenz quasi dabei
00:05:36: sitzen und ganz gespannt zuhören mit offenen Augen, wie das Reh, wenn das Auto kommt.
00:05:40: Und sich denken, Mann, ein Wahnsinn, was hier an Wissen vermittelt wird. Aber Jens.
00:05:44: Jetzt habe ich es verstanden.
00:05:46: Ja, genau, jetzt hast du es verstanden. Aber das deckt sich ja so ein bisschen
00:05:49: mit dem, was du ja auch immer wieder mal so durchblicken lässt,
00:05:52: so nach dem Motto, wenn du von deinem Second Prane sprichst,
00:05:56: warum brauchen wir denn jetzt so einen Second Prane überhaupt?
00:05:59: Also was haben wir denn davon? Ich meine...
00:06:03: Wo hilfst du uns denn jetzt?
00:06:04: Ich weiß ja nicht, was ihr denn mit uns habt, aber ich kann euch sagen,
00:06:08: was ich jetzt mal versucht habe und was mein Gedanke war.
00:06:12: Ich mache ja auch ganz viel mit KI und muss ja auch dann strategisch Themen
00:06:17: beurteilen und dann muss man sehr viel Wissen konsumieren.
00:06:22: Dann hat man irgendwelche Konferenzbeiträge, Podcasts, Newsletter,
00:06:26: LinkedIn-Posts, alles Mögliche.
00:06:29: Und ich habe dann einfach gemerkt, dass es mir zu viel wird,
00:06:33: weil das vor allem ja auch Dinge sind, die man nach der Arbeit tun muss.
00:06:36: Und dann sind die Abende viel blockiert mit Konsum von Inhalten.
00:06:40: Dann habe ich auch gemerkt, dass der Signal-to-Noise-Ratio nicht so gut ist.
00:06:45: Also die Frage ist immer, wie viel Originelles ist wirklich dabei,
00:06:48: was dann auch eine zukünftige Debatte prägt.
00:06:51: Und wie viel ist einfach nur Repackaging für YouTube oder für LinkedIn.
00:06:56: Und dann habe ich einfach angefangen, den ersten Part quasi,
00:07:00: das Capture in Auto-Capture umzuwandeln.
00:07:03: Das heißt, mittlerweile macht die KI, zapft alle Quellen an,
00:07:08: zieht sich die Sachen selber rein, organisiert sie selber, destilliert sie selber.
00:07:13: Das Express muss ich schon noch selber machen.
00:07:16: Also destilliert hat das aber nichts mit Alkohol zu tun, aber so ähnlich, oder?
00:07:20: Nein, nein, nein, nein, ja, ja. Cornelius, wenn du sagst Quellen,
00:07:25: sag mal, beschreib mal, was sind das dann für Quellen und wie machst du das?
00:07:29: Naja, also ganz unterschiedliche Dinge. YouTube gibt es eben ganz viele Videos
00:07:32: oder Podcasts. Das Gute bei YouTube ist, es gibt dazu passende Transkripte.
00:07:36: Die Transkripte kann ich mir dann direkt ziehen. Da gibt es unterschiedliche
00:07:39: technische Anbindungen, wie man das machen kann.
00:07:42: Aus den Transkripten kann ich mir dann Zusammenfassungen erstellen und dann gibt es
00:07:49: eine komplexere Pipeline, die dann quasi bewertet, ist das, ich definiere ein
00:07:54: Ziel und dann gucke ich sozusagen, ist da ein Beitrag, der werthaltig ist für dieses Ziel?
00:08:00: Und dann wird daraus aus ganz vielen Quellen ein wöchentlicher Digest gemacht,
00:08:05: der versucht, gute, relevante und vielleicht auch
00:08:09: provozierende Argumente zu liefern, die dann eine Diskussion starten,
00:08:14: die ich mit der KI habe, um dann daraus Insights zu generieren.
00:08:17: Mittlerweile kann das aber auch LinkedIn-Posts, also ich habe dann für LinkedIn
00:08:21: noch eine App geschrieben, dann hast du die Möglichkeit als EU-Bürger natürlich
00:08:25: Betroffenenrechte Ausübung zu machen.
00:08:27: Das heißt, ich darf meine eigenen Daten, die ich dort generiere,
00:08:31: auch einsehen. Das heißt, ich sehe, was ich geliked habe.
00:08:34: Und weil die meisten Posts, die man liked, öffentlich sind, kann man die dann
00:08:37: auch ohne Session auch sozusagen ziehen, kann den Links folgen, hat eigentlich dann so
00:08:43: alle Traces, die man im Internet hinterlässt, So kann man quasi wieder einsammeln,
00:08:48: also alles, was man sich angeschaut hat oder was man ohnehin schon folgt und
00:08:52: dann wird es einfach eingebunden und verarbeitet.
00:08:56: Wenn wir da, ich will nochmal so ganz kurz ein Gefühl für Menge haben,
00:09:04: wovon reden wir da jetzt?
00:09:06: Also keine Terabyte, höchstwahrscheinlich, weil es alles Textdateien sind,
00:09:10: aber in Anzahl von, wie viel ist denn das dann? 1000 Likes, 1000 Artikel oder
00:09:15: wovon reden wir dann, wenn du so auf deinen Second Brain schaust?
00:09:18: Also so 130 Quellen, die etwa so 400 bis 500 Inhalte pro Woche liefern.
00:09:26: Die werden dann alle gerankt und bewertet und dann wandert eine Teilmenge davon
00:09:33: in der Regel nicht mehr als ein Drittel, wandert dann in so einen wöchentlichen Digest.
00:09:39: Und der Rest ist quasi aussortiert als irrelevant oder nur Repackaging. Genau.
00:09:46: Wie viel guckst du dir von selber noch an? Dann, wenn du jetzt sagst,
00:09:49: guck mal, da läuft viel drüber.
00:09:51: Und ich habe auch ein bisschen was, Marc und ich reden häufig über auch Trust,
00:09:55: dass Trust ein wichtiges Thema ist in diesem KI-Zeitalter.
00:09:58: Das heißt, du wirst ja nicht schaffen, das alles dir anzugucken und immer zu bewerten.
00:10:01: Macht die KI das alles richtig? Also das heißt, was ist so dein Weg,
00:10:06: Vertrauen zu deinem eigenen Second Brain zu gewinnen oder zu halten?
00:10:11: Guckst du dir dann mal Sachen an oder ist es immer nur das Digest?
00:10:14: Und dann sagst du, oh, das ist schon ganz gut, dann wird der Rest vollkommen okay sein.
00:10:18: Ich glaube, es gibt so ein paar Podcasts natürlich wie dieser hier,
00:10:22: die man sich gerne selber anhört und die auch einfach kurzweilig sind,
00:10:27: aber ich glaube, die Menge an Podcasts, die ich noch in der Lage bin zu konsumieren,
00:10:31: sind vielleicht so drei pro Woche.
00:10:34: Einer seid ihr, dann gibt es noch einen, den Lenny's Newsletter zum Thema Produktmanagement und KI.
00:10:39: Diese Woche war glaube ich, oder letzte Woche vom Handelsblatt,
00:10:42: wo ja Thomas Domke, der ehemalige CEO von GitHub ein Interview hatte.
00:10:47: Das habe ich mir angehört, das fand ich super spannend.
00:10:49: Aber ansonsten der Rest eigentlich gar nicht mehr. Und ich muss auch ehrlich
00:10:52: sagen, das ist vielleicht die Erkenntnis, dass selbst dieses System,
00:10:56: das ich mir gebaut habe, ich das auch nicht mehr konsumiere.
00:10:58: Also mir wurde es dann irgendwann zu viel, diese Adidas wöchentlich zu lesen,
00:11:04: was dann doch relativ viel Arbeit ist. Es ist ja dann auch nicht nur das Lesen,
00:11:06: sondern eine Diskussion darüber mit der KI zu führen, um die Insights zu generieren.
00:11:12: Da habe ich dann auch wieder versucht zu überlegen, kann man das nicht besser
00:11:14: machen, kann ich nicht Topic-Seiten veröffentlichen,
00:11:17: wo ein Thema vollständig umrissen wird, was der Diskussionsstand ist,
00:11:22: was die Widersprüche sind oder die Breite der Diskussion, ob es eine Richtung
00:11:26: gibt, ob sich Evidenz verdichtet,
00:11:29: dass eine Sache stabil wird.
00:11:31: Und da merke ich aber auch, dass das ganze Thema Kuration ist einfach was,
00:11:34: was ultra schwierig ist und wo ich glaube, dass es den Mensch in der Loop noch sehr lange braucht.
00:11:40: Also einfach in der Qualitätsanalyse, wenn man, egal ob es jetzt Tagging ist
00:11:44: oder ob es aus dem LLM-Wiki-Ansatzkonzept in Entitäten sind oder ob ich selber
00:11:50: Topic-Seiten generiere,
00:11:53: es wuchert schnell zu mit einer Unmenge an Themen.
00:11:56: Also man braucht gute Ansätze für Kuration und was eben nicht,
00:12:02: also die KI aus sich heraus generieren kann, ist Meaning.
00:12:06: Also ich habe vielleicht ein Thema wie Harness Engineering, das kann mir dann
00:12:10: die KI erzählen, was das ist und wer es genannt hat und wo die ursprüngliche Quelle war.
00:12:16: Aber das, was ich ja eigentlich wissen möchte, sind so Sachen wie Best Current Practices.
00:12:21: Also wenn ich mir jetzt selber für meinen Cloud Code oder für meinen Codex
00:12:27: Überlege, wie muss der Coder-Harness gestaltet sein, also mache ich Test-Driven-Development,
00:12:35: arbeite ich mit Feature-Branches und Pull-Requests und so weiter,
00:12:38: die ganzen Dinge, die ich vielleicht festlege, Dann möchte ich ja wissen,
00:12:42: in welcher Version des Harness und des Modells, das ich benutze,
00:12:47: sind fast die besten Lösungen.
00:12:50: Und solche Sachen, die muss ich eben selber, die KI instruieren,
00:12:55: dass das an diesem Thema eine Sache ist, wo ich interessiert bin.
00:12:58: Und das kann ich nicht über so einen generischen Ansatz machen.
00:13:01: Genau.
00:13:03: Wenn du davon gerade sprichst, so nach dem Motto, man guckt sich das vielleicht
00:13:07: schon alles zum Teil auch gar nicht mehr so selber an, wenn ich mal so auf meinen gucke.
00:13:12: So nach dem Motto, große Ordnerstrukturen, ganzer Sack von Markdown-Files,
00:13:16: mal egal, ob das jetzt nach diesem OKF-Format ist oder nicht.
00:13:21: Und wir reden vielleicht auch gleich nochmal über die verschiedenen Möglichkeiten
00:13:24: von Nordisch-Grafen, Obsidian-Notion, wie der ganze Kram heißt.
00:13:27: Ich glaube, das Letzte, was du gebracht hast, ist halt so der große Unterschied.
00:13:32: Weil wenn du im Internet guckst, bei Social Media, da findest du immer die Leute,
00:13:36: die dann Fotos schicken, wie ihr Brain aussieht.
00:13:40: Lauter Nodes, am besten ein Tag, sieht aus wie hier mein Gehirn und man sieht
00:13:45: irgendwas wabern und machen und keine Ahnung. Effekthascherei.
00:13:49: Ich würde eher sagen, Wissen in solchen Systemen entsteht durch Reduktion, durch Struktur,
00:13:55: dass das System in der Lage ist, auch zu vergessen und nicht nur durch Anhäufungen,
00:14:01: und das Funktionieren von möglichst vielen Dokumenten in möglichst unstrukturierter Art und Weise.
00:14:08: Also hast du eine Meinung zu dem Thema Notion, Obsidian, Knowledge Graph,
00:14:14: Capacity, keine Ahnung was?
00:14:16: Findest du da Dinge oder klassisches Rack, Vektordatenbank, was weiß ich was?
00:14:20: Hast du da so eine persönliche Meinung zu und warum?
00:14:24: Also ich finde Obsidian sehr gut, einfach weil es ein visuelles Interface ist
00:14:31: in Ordnerstrukturen, in denen Markdown-Dateien liegen.
00:14:34: Die werden dann so angezeigt, dass sie hübsch aussehen und dass man sie einfach
00:14:39: lesen kann und ich glaube, dafür nutze ich es eigentlich überwiegend.
00:14:43: Natürlich gibt es die Möglichkeit, da auch tolle andere Features drin zu haben
00:14:48: und auch sich visuellen Graphen darstellen zu lassen, die Sachen zu traversieren,
00:14:52: aber hat ja vor allem damit was zu tun, wie gut sind die Daten kuratiert,
00:14:57: habe ich wirklich sinnvolle Verknüpfungen, habe ich eine relevante Menge an
00:15:02: einem kanonischen Tag-System oder Konzertsystem, sodass ich eben nicht nur Tags
00:15:07: habe, die nur einmal verwendet werden, sondern idealerweise
00:15:11: eine sinnvolle Menge an Begriffen habe und die dann auch vielfach genutzt wird,
00:15:16: sodass ich wirklich alle Artikel finde, die dazu was sagen. Brauche ich Obsidian dafür?
00:15:22: Wahrscheinlich nicht. Also es wird auch immer weniger, muss ich sagen,
00:15:26: dass es tatsächlich Benutzer.
00:15:28: Und ich sage mal so, der LLM-Wiki-Ansatz ist ja erstmal einer,
00:15:34: der eigentlich genau in dieses Thema Autokuratierung reingeht.
00:15:40: Noch nicht wirklich Distillation, also es wird nicht wirklich Sachen reduziert,
00:15:44: sondern eher geguckt, welche Konzepte und Entitäten gibt es da drin. ein guter Anfang.
00:15:51: Aber ich würde auch sagen, sicherlich, also es hängt vielleicht am Anwendungsfall,
00:15:56: wenn der Entwicklerparty da rein vielleicht nur irgendwelche wissenschaftlichen
00:16:00: Paper packt, dann ist das vielleicht die Ebene, die relevant ist.
00:16:04: Wenn ich jetzt gucke, was die Fragen sind, die ich habe, dann geht es ja eher
00:16:07: um praktische, praktischen Rat für die Anwendung.
00:16:11: Und das braucht eine andere Form der Auseinandersetzung, die ja vor allem aus
00:16:16: der Distillation kommt, dass man drüber nachdenkt, dass man Dinge ausprobiert
00:16:19: und merkt, aha, das funktioniert gar nicht.
00:16:21: Also ich glaube, viel von dem Verstehen und Denken passiert eben mit den Händen,
00:16:26: weil wir die Dinge bauen und dann im Bauen verstehen, was nicht funktioniert.
00:16:30: Und diese ganzen Prozesse brauchen, glaube ich, nicht ein spezifisches Tool,
00:16:36: sondern brauchen vor allem uns
00:16:38: Menschen in der Kuration, dass am Ende was rauskommt, was verwehrt ist.
00:16:42: Unter streichelt, Cornelius, würde jetzt aber trotzdem mal, würde da eine Sache
00:16:46: nur einhaken wollen, weil ich,
00:16:47: also ich nutze auch Obsidian und vielleicht auch für die Lähte draußen.
00:16:51: Ist der Einzige, der das nicht verwendet? Ja.
00:16:54: Ich weiß es nicht. Ich meine, du kannst, ich dachte ja auch gerade,
00:16:58: dass hier dein Rant über die Leute, die im Prinzip ja neuronale Second-Brain-Fotos
00:17:03: posten, so wie ich das gemacht habe, ging gegen mich. Du würdest das wahrscheinlich auch machen.
00:17:08: Weißt du, du hast ja selbst gesagt.
00:17:12: Hat man dieses schöne Feature, dass man im Prinzip diese Verknüpfungen,
00:17:16: die zwischen diesen ganzen MD-Files passieren, dass man die so als so eine Art,
00:17:21: ja, Wolke, neuronales, in Anführungsstrichen, Netz sieht, wo im Prinzip starke
00:17:26: Verknüpfungen immer dicker werden und das sieht einfach auch spaßig aus, das zu beobachten.
00:17:32: Ich habe jetzt vor kurzem mal ein Wort mal wieder aufräumen lassen und dann
00:17:35: sitze ich da und lasse das auf dem einen Motor laufen und dann verknüpfen sich
00:17:37: diese Pünktchen die ganze Zeit neu. Das ist auch irgendwie beruhigend,
00:17:40: finde ich, aber jetzt mal Spaß beiseite.
00:17:45: Könnten wir daraus Videos machen? So ein bisschen Klimper-Klimper im Hintergrund
00:17:50: und verkaufen das als Eye-Meditation.
00:17:54: Yes, mit ein bisschen einfacher Musik im Hintergrund.
00:17:58: Aber weshalb ich das nochmal aufgenommen habe, Cornelius und ich sie unterbrochen
00:18:00: habe, ist das Ding, dass ich sage, ich schaue manchmal da drauf,
00:18:04: um so ein grafisches Gefühl für die Knotenpunkte zu haben.
00:18:09: Also ich benutze es auch nicht mehr so, dass ich sage, also wenn ich jetzt irgendwie
00:18:11: was Spezielles daraus will, dann nehme ich das LMM und lasse es mir machen oder
00:18:14: sowas. Also sag mir, was steckt drin oder so oder hilft mir.
00:18:18: Ich gehe jetzt nicht gezielt auf irgendeinen MD-File, weil das einfach Hölle
00:18:21: ist, den zu finden. Ich habe irgendwie mit den Rohdaten auch über 20.000 Dokumente
00:18:26: da mittlerweile drin liegen.
00:18:27: Aber ich gucke ab und zu drauf und kriege so ein grafisches Gefühl.
00:18:30: Und da ist dann wieder dieses, was du meinst mit dem Human Envelope.
00:18:33: Aber ich brauche diese grafische Oberfläche. Mir reicht es nicht auf,
00:18:36: außen ab und zu mal auf eine Ordnerstruktur zu gucken oder etwas anderes.
00:18:39: Oder es zu diskutieren auch mit dem jeweiligen LMM, dass ich sage,
00:18:42: ist meine Struktur gut oder sowas.
00:18:44: Nee, ich habe jetzt auch am Wochenende einmal drauf geguckt und dachte so, irgendwas ist falsch.
00:18:48: Es fühlt sich so von der Gewichtung, von der reinen Optik, wie dieses Second
00:18:52: Brain aussah, nicht gut aus und hat mich dann zugebracht, quasi jetzt nochmal
00:18:56: eine neue Logik drüber forsten zu lassen. Da kann ich später noch was von erzählen.
00:19:00: Wie siehst du das? Also ich glaube, so ein paar Tools, die nicht nur Tech sind,
00:19:03: jetzt seid ihr beide mehr die Techies und ich eher der UI-er unter uns,
00:19:07: aber ich glaube, so ein paar Visualisierungstools braucht man schon,
00:19:10: um irgendwie zu begreifen, was da im Hintergrund passiert.
00:19:14: Also ich glaube, wo ich das neulich gut gemerkt habe, war, um eigene Verzerrungen festzustellen.
00:19:21: Also gerade das Thema LLM-Wiki, ich dachte, das ist super wichtig,
00:19:26: weil ich mich natürlich wegen dem Second Brain damit beschäftige.
00:19:30: Und dann merkst du aber, dass in der ganzen Periode, das sind jetzt irgendwie
00:19:33: 100 Tage, seitdem dieser Kapathi-Artikel erschienen ist,
00:19:39: dass es, glaube ich, nur 23 aus 5000 Inhalten sich darum gedreht haben.
00:19:46: Und das heißt, in meiner persönlichen Wahrnehmung dachte ich, das Thema ist voll groß.
00:19:50: Und in der Realität ist das eigentlich ein Randthema. Und so was,
00:19:53: dafür ist eine Visualisierung toll, weil du einfach merkst, es gibt kaum Kanten
00:19:57: auf dieses Thema und es gibt andere Themen, die werden hoch und runter diskutiert,
00:20:01: die überhaupt nichts damit zu tun haben.
00:20:03: Und das ist ja schon mal ein cooler Indiz. Und wenn du das halt noch nach Zeit
00:20:08: irgendwie auftröseln kannst und sagen kannst, was war nicht im letzten Monat,
00:20:12: was sind die Kanten, die neu entstanden sind und was sind die Knoten, die gar nicht da waren,
00:20:17: dann ist es schon mächtig, sowas zu nutzen, visuell.
00:20:23: Ich fühle mich ja so ein bisschen wie ein Außenseiter gerade.
00:20:26: Erstens, ich nutze keine Obsidian.
00:20:29: Zweitens, ja, ja, Entschuldigung.
00:20:32: Ich bin ja mehr so ein Freund gerade von so Cluster zu basteln mit diesem Skillsave-Ding.
00:20:39: Also dass ich sage, ich packe alles in so ein LLM-Wiki, aber ich verknote das
00:20:44: Ganze so, dass es als Skill verfügbar gemacht wird, so dass ich es quasi vom beliebigen KI-System,
00:20:52: nutzen kann, ob es Codex ist, ob es Cloud Code ist, ob es das ist,
00:20:57: was wir als Zeug auch in der Firma bauen,
00:21:00: dass du das überall quasi in konsumierbaren Häppchen zur Verfügung hast,
00:21:03: sodass du halt in der Lage bist.
00:21:06: Deine Knowledge-Häppchen mitzunehmen.
00:21:09: Wie viele Dateien passen da rein? Ich habe gerade eben mal so auf meinem größten
00:21:13: mit Rechtsklick mal geguckt, so ein Skill-Kanal,
00:21:18: Ist ganz nett, weil wenn du ihn als Punkt-Skill mitnimmst, dann ist das ja sowas
00:21:22: wie ein Zip-File, in dem dann diese ganze Ordnerstruktur mit dem ganzen Kram drin ist.
00:21:26: Und wenn das Zip-File schon, ich sage mal, ein paar MB hat, dann kannst du dir
00:21:31: vorstellen, was nachher rauspurzelt, wenn er das in sich entpackt und als Ordner anlegt.
00:21:36: Da ist ein bisschen was dabei und dann, wenn du dann überlegst,
00:21:39: dass da ein paar hundert MB vielleicht am Ende vom Tag rauspurzeln,
00:21:42: Es ist trotzdem noch erstaunlich, wie gut er sich in dem, was ich ihm da gebe,
00:21:48: zurechtfindet. Also was habe ich da zum Beispiel?
00:21:51: Das ist die letzten zehn Jahre,
00:21:56: Entwicklerdokumentation der verschiedenen Vorträge von Apple auf den Entwicklerkonferenzen,
00:22:01: die Transkripte, meine eigenen Artikel, die ich zu Mobile mal so bisher verfasst habe,
00:22:08: sonstige Nachschlagewerke dazu.
00:22:11: Und ich kann ihn dann sogar fragen, wie haben sich bestimmte Dinge entwickelt über die Zeit hinweg.
00:22:16: Und das ist schon ganz lustig, wenn du überlegst, ich habe in dem Sinn nur ein Skill.
00:22:22: Also es ist ja auch nur eine Ansammlung, ich sage jetzt mal, von Markdown-Dateien.
00:22:28: Wo das Ding weiß, okay, ich habe hier einen gewissen Pfad, wie ich durch deine
00:22:32: Daten durchgehe, beziehungsweise wenn ich nichts finde, mache ich Crap minus
00:22:36: minus keine Ahnung was, um halt irgendwie an die Dateien zu kommen.
00:22:39: Da habe ich mir auch letztens das, was du mir gesagt hast, Cornelius,
00:22:42: das ist nochmal zu Herzen genommen, so das ganze Thema der Semantik.
00:22:45: Also wenn ich jetzt suche nach einem Begriff, dass das ja unter Umständen mit
00:22:49: einem anderen Begriff bei mir niedergeschrieben steht,
00:22:53: da habe ich das Thema so gebeten, so nach dem Motto, kannst du mir denn da nicht
00:22:57: mal auch ein bisschen entgegenkommen, nach dem Motto, mit welchen Begriffswelten
00:23:01: könnte ich denn auf diesen Skill zugreifen, ohne dass er dann gleich irgendwie ins Nirvana geht.
00:23:05: Ist das perfekt? Nein. Ist das ein Rack? Nein. Aber es ist halt extrem portabel.
00:23:10: Und auch wenn es vielleicht, ich sage jetzt mal, zwei Minuten braucht,
00:23:13: um mir eine Antwort zu liefern, ist es halt trotzdem noch einfacher aufzusetzen,
00:23:17: zu nutzen, zu transportieren, als beispielsweise dieses Rackzeug.
00:23:21: Und von der Seite, das, was du jetzt eben meintest, Jens, man guckt sich das
00:23:26: mal an und sieht da so ein Ungleichgewicht.
00:23:29: Das ist vielleicht etwas, wo ich sage, okay, gut, das wird vielleicht dem ganzen System gut tun.
00:23:35: Aber diese Portabilität, das finde ich echt, also auch wenn wir vielleicht mal
00:23:39: irgendwie nochmal so überlegen, wie das so im dienstlichen Kontext ist,
00:23:42: unabhängig davon, wie man es jetzt bei uns in der Firma macht oder nicht,
00:23:45: diese Frage, wo ist denn die Single Source of Truth?
00:23:48: Wie gehst du hin und stellst nicht nur Wissen bereit, sondern wie pflegst du es?
00:23:52: Du willst ja nicht den nächsten Monolithen bauen, bei dem du ein Studium und
00:23:56: eine Schulung brauchst, unabhängig davon, dass man ja in Europa immer für jedes
00:24:01: KI-System auch eine KI-Schulung braucht, damit jeder Mitarbeitende entsprechend
00:24:04: abgeholt wird, aber lassen wir das mal außen vor.
00:24:08: Wie kriegst du so Wissen auch einfach verbreitet? Weil ich meine,
00:24:12: das ist ja jetzt unspezifisch.
00:24:15: Es gibt irgendwelche Richtlinien, es gibt irgendwelche FAQs,
00:24:18: es gibt irgendwelche Organigramme, es gibt irgendwelche Architekturdokumentationen,
00:24:22: es gibt keine Ahnung was, Handbücher, Verträge.
00:24:26: Da schreit ja regelrecht danach, eine Ablagestruktur zu haben.
00:24:30: Und ich glaube, das wird auch mal eine große Herausforderung sein,
00:24:33: wie du so diesen, ich würde es jetzt mal nicht nur Second Brain nennen und Single
00:24:37: Source of Truth, ich würde es hier so Knowledge Hive oder irgendwie so.
00:24:42: Weil irgendwie musst du das ja alles mal unter einen Hut bringen.
00:24:46: Ich glaube, das wird spannend. Oder habt ihr da auch was von Obsidian oder Notion im Angebot?
00:24:52: Ich glaube, man sollte nochmal ganz kurz vielleicht, da sind wir so ein bisschen
00:24:55: drüber galoppiert, über diese Anwendungssignale.
00:24:58: Wenn ich rede, reden wir von drüber galoppiert. Das ist ja toll.
00:25:01: Wir reden so von Destillieren während der Periode und ich dachte so, hä?
00:25:09: Nein, nein, Quatsch. Ich wollte ja nochmal ganz kurz, vielleicht auch da nochmal,
00:25:13: also diese Second Brains, und deshalb, ich komme nur darauf,
00:25:15: weil du das gerade mit den Skills gesagt hast, und ich finde das ganz spannend,
00:25:18: weil das ja im Prinzip wie so kleine Skills, Second Brains nochmal sind, was du da gebaut hast.
00:25:22: Aber ich glaube, bei mir war der Treiber der Second Brains auch,
00:25:26: um mich von den Modellen zu lesen.
00:25:27: Ich hatte damals letzten Herbst angefangen, das Gefühl zu haben,
00:25:32: irgendwie habe ich keine Lust mehr, wenn das neue Modell da ist,
00:25:35: mich immer wieder auf das neue Modell einzulassen,
00:25:38: zwischen den Anbietern hin und her zu wechseln, meine Memory-Files zu portieren,
00:25:42: wenn es überhaupt schon ging zu dem Zeitpunkt.
00:25:44: Das geht auch erst seit ungefähr letzten Sommer, Herbst, meine ich,
00:25:48: so in dem Dreh, dass sie angefangen haben, dass sie dann exportieren konnten
00:25:51: von ChatGPT oder von Cloud und Co.
00:25:53: Und da habe ich eben angefangen, etwas zu bauen, was mir hilft,
00:25:57: die ganzen Sachen, die ich mit der KI besprochen habe zu dem Zeitpunkt,
00:26:01: irgendwo außerhalb der Modelle zu speichern, um die dann sehr selektiv einem
00:26:07: neuen Modell wieder zur Verfügung zu stellen.
00:26:08: Das war eigentlich mein Treiber. Ich wollte das nur nochmal so ein bisschen
00:26:12: in die Richtung framen, warum ich mich in dieser Ecke bewegt habe.
00:26:15: Alles andere, was später dazugekommen ist, weißt du, das Thema,
00:26:19: die Recherchen, die ich irgendwo mache, so wie Cornelius es auch beschrieben
00:26:22: hat, zu automatisieren, gewisse Themen zu automatisieren, aber auch einfach
00:26:25: ganz normal meine Likes, die ich irgendwo gebe,
00:26:28: täglich jetzt über eine API abzufragen, um die zuzufügen, um dann quasi immer mehr
00:26:33: Zu verstehen, wie ich denke, damit ich im Prinzip dieses, so wie ich bin, wie ich auf Sachen bin,
00:26:40: nicht ständig einem neuen KI-Modell beibringen muss.
00:26:44: Das war mein Treiber für dieses Second Brain.
00:26:48: Und was du ja beschreibst, das portiert sich natürlich perfekt auch für Skills.
00:26:51: Zu sagen, okay, auch bei Skills ist das nötig. Da ist vielleicht nicht das ganze
00:26:54: Second Brain nötig, sondern da ist im Prinzip ein sehr skillspezifisches Brain nötig.
00:27:00: Und dann kann man darüber diskutieren, und welches Brain muss das denn sein?
00:27:03: Muss das dein Brain sein? Muss das ein Enterprise Brain sein?
00:27:05: Muss das ein Team Brain sein, was einem zur Verfügung steht,
00:27:08: um dann sehr kontextspezifisch eigentlich die richtigen Sachen zu machen.
00:27:12: Ich werde mal eine Brücke schlagen.
00:27:15: Das ist nett.
00:27:15: Und zwar, ich glaube,
00:27:17: Sollst du gehen? Oh nein, musst du nicht singen. Das war das andere,
00:27:20: es wäre sehr, hör auf zu singen. Wir haben so einen Follower vergenommen.
00:27:24: Peter Spitter, der war feier.
00:27:27: Ich glaube ja, dass diese Second Brain Kiste ist ja vor allem was im Bereich
00:27:31: Personal Knowledge Management für, also dein Ablageort für dich,
00:27:36: für deine Dokumente und so weiter.
00:27:38: Und ich glaube, dass es da einfach, ich glaube, Es braucht eine Typologie,
00:27:43: die man irgendwie definieren muss, für wen das ist und was drin enthalten ist.
00:27:49: Und es bedingt dann auch, was du brauchst an Technik, um damit zu arbeiten.
00:27:53: Wenn du der Ersteller von dem Ganzen bist, dann kennst du die Begriffsfälle,
00:27:56: die da abgelegt ist. Das heißt, du weißt, was unter Harness Engineering gemeint
00:28:01: ist oder anderen Themen, weil du dich damit auseinandergesetzt hast und der
00:28:06: Begriff für dich bekannt ist.
00:28:08: In dem Moment, in dem du aber dieses Wissen jemandem zur Verfügung stellst,
00:28:11: der nicht in dieser Begriffswelt zu Hause ist, kann er nicht darauf suchen.
00:28:15: Das war ja auch so ein bisschen Marc, worüber wir schon gesprochen hatten.
00:28:19: Ein CREP, das der ausführt auf der Kommandozeile, wird dann nicht funktionieren,
00:28:25: wenn die Person nicht weiß, was das Schlüsselwort ist, nach dem er suchen muss.
00:28:29: Also das Wissen über das richtige Wort quasi ist das Wichtigste dann,
00:28:34: damit das funktioniert.
00:28:36: Und ich glaube, dann ist es da halt besser, wenn man zum Beispiel einen semantischen
00:28:41: Layer hat, ob das jetzt ein Rack-System ist oder
00:28:45: andere Formen von Suchen, die quasi Synonyme kennen oder vielleicht auch wissen,
00:28:50: wie in einer Ontologie Begriffe miteinander zusammenhängen und was gemeint sein könnte.
00:28:56: Das ist eben hilfreich. Das andere ist natürlich auch relevant.
00:29:00: Also wenn ich eine riesige Menge an Wissen habe in zigtausenden Dateien,
00:29:07: Dann müsste ja, also der Ansatz, den wahrscheinlich Cloud Code oder sowas fahren
00:29:13: würde, wäre BruteForce.
00:29:14: Der wird einfach alle Vorkommen eines Schlüsselworts nehmen und wird alle Dateien
00:29:19: durchgucken. Und wenn du jetzt das Thema Harness Engineering 200 Mal drin hast,
00:29:24: dann wird er 200 Dateien durchsuchen.
00:29:26: Und den Relevanzfilter, also sowas wie Term Frequency, Inverted Document Frequency,
00:29:32: was so Standardsuchalgorithmen sind, hast du ja auch nicht abgebildet dann.
00:29:36: Und dann musst du eben hergehen und schauen, wie kriegt jetzt dieses System Relevanz raus.
00:29:42: Eventuell ist es egal, weil du ja sagst, ich habe eh unlimited Tokens und ich
00:29:46: habe eigentlich auch Zeit. Also ist mir die Geschwindigkeit gar nicht das Wichtige.
00:29:50: Aber ich würde halt sagen, solange man Wissen hat, dass vollständig unstrukturiert
00:29:56: ist und auch nicht widerspruchsfrei,
00:29:58: aber du vielleicht der eigentliche Nutzer bist und Zeit hast,
00:30:01: hast du andere Anforderungen, als wenn du versuchst, innerhalb einer Organisation
00:30:06: Klarheit zu schaffen, die Leute die Begriffswelt nicht kennen und zeitrelevant ist.
00:30:11: Aber ist das nicht die Chance, das aufzuräumen? Das aufzuräumen,
00:30:16: wenn man jetzt sagt, okay, gut, wir haben jetzt hier...
00:30:19: Wer sagt jetzt auch nein? Das ist so ähnlich, wie wenn der Chef sagt,
00:30:22: könnten wir das gerade machen?
00:30:24: Theoretisch ist die Antwort nein korrekt. Praktisch, naja, lassen wir das mal dahingestellt sein.
00:30:31: Für alle Kais, die diese Folge hören, Marc ist nicht der Chef von dem Podcast.
00:30:35: Marc und ich sind hier vollkommen gleichberechtigt.
00:30:39: Sag noch zweimal Marc Zimmermann, damit wir das von der Statistik geklärt haben.
00:30:44: Bevor wir da nochmal einsteigen, ich versuche nochmal ganz kurz die Brücke für
00:30:48: diejenigen zu schlagen, die nicht Tag ein, Tag aus mit der KI-Welt zu Hause sind.
00:30:54: Und da wir einen Gast haben, geht diese Frage nicht an den Jens.
00:31:00: Was heißt denn, was ist denn ein Rack? Bevor wir da irgendwie jetzt gleich nochmal hier so abhauen.
00:31:05: Was ist Rack und was heißt Ontologie? Magst du das vielleicht unseren Hörenden,
00:31:10: nochmal darlegen? Weil wir haben ein paar Begriffe heute gebracht,
00:31:14: wo eventuell der geneigte Hörer sagen könnte, so viel kann ich gar nicht googeln.
00:31:19: Daher würde ich diesen Service gerne nochmal in Anspruch nehmen und sagen,
00:31:22: Cornelius, was ist ein Rack? Was heißt Ontologie? Und möchtest du das vielleicht
00:31:26: nochmal in Normaldeutsch den Menschen darlegen?
00:31:30: Ich versuche es. Ich gebe mein Bestes. Also ein Rack steht für ein Retrieval
00:31:34: Augmented Generation System.
00:31:36: Das heißt, wir haben in der Regel eine Vektordatenbank und da werden Textstücke,
00:31:44: die werden erstmal zerlegt in Chunks.
00:31:47: Das heißt, eine A4-Seite würde man vielleicht in vier oder fünf Blöcke aufteilen.
00:31:54: Dann wird man jedes einzelne Wort nochmal splitten nach gewissen Regeln in sogenannte
00:32:00: Embeddings und dann werden die in einem 400-dimensionalen mathematischen Raum angeordnet
00:32:09: und ermöglichen quasi über räumliche Distanz, Vergleichbarkeit und Nähe.
00:32:15: Also es gibt immer dieses Standardbeispiel König minus Mann plus Frau gleich Königin.
00:32:20: Also ich kann damit dann auch rechnen quasi und habe damit eben die Möglichkeit
00:32:26: Dinge zu finden, die semantisch von der Bedeutung her sehr dicht an etwas dran sind.
00:32:33: Genau, Ontologien gibt es eigentlich schon, glaube ich, deutlich länger,
00:32:38: aber kommen auch aus der gleichen Ecke.
00:32:40: Grafentheorie quasi, ich habe Knoten und Kanten und bildet dann solche Trippe aus einem,
00:32:51: zwei Objekten und der Verbindung zwischen den Objekten und die kann ich beschreiben,
00:32:54: wie sie zusammenhängen, um dann quasi Beziehungen zwischen Worten,
00:32:58: zwischen Konzepten zu beschreiben.
00:33:02: Das ist ganz gut, wenn man dann das ganze Thema KI sagt, welche Dinge zusammengehören, welche nicht.
00:33:07: Und damit habe ich einfach nochmal die Möglichkeit, ein bisschen feiner
00:33:11: auch Dinge auseinanderzuhalten und auch Möglichkeiten zu geben in der Suche
00:33:16: zum Beispiel, dass dann noch entlang gewisser Pfade traversiert wird,
00:33:22: um ähnliche Dinge zu finden.
00:33:26: Ich bin jetzt ein bisschen eingeschüchtert, nachdem wer Jens vorhin gesagt hat,
00:33:30: so nach dem Motto, der Marc ist nicht der Chef, das ist auch so, ja.
00:33:34: Jens, möchtest du ein paar Anweisungen rausgeben?
00:33:38: Brauchst du einen Kaffee oder sowas?
00:33:40: Nein, nein, nein, nein, den nehme ich mir nach der Aufnahme.
00:33:43: Wir haben ja heute zwei Aufnahmen, die wir machen wollen.
00:33:45: Von der Seite werde ich nach dem Gespräch und nicht mittendrin rausgehen.
00:33:49: Wer würde das schon tun? Wer würde das schon tun?
00:33:53: Ja, ich hole dir jetzt keinen Kaffee, auch wenn du den versteckten Hinweis vielleicht gegeben hast.
00:33:57: Nein, Spaß beiseite. Also ich
00:33:58: würde nochmal einen Blick auch auf das Thema des Walls, den man so hat.
00:34:06: Das ist ja dann auch so dieser Datenspeicher, in dem das liegt,
00:34:09: der Tresor, wo wir das drin nicht liegen.
00:34:11: Weil ich finde, wir haben das vielleicht noch nicht ausreichend genug beleuchtet,
00:34:16: wo der Vorteil liegt. Wir haben jetzt so verschiedene Aspekte reingebracht,
00:34:18: verschiedene Technologien reingebracht.
00:34:20: Für mich ist es aber wirklich so, dass ich spare mir, also erst mal A,
00:34:26: die Qualität des Researches.
00:34:28: Und ich muss, ja, Cornelius hat am Anfang gesagt, du hast dir diese Weekly Digest
00:34:33: nicht mehr durchgelesen irgendwann. Also das kommt auf wöchentlicher Basis und
00:34:37: da guckt man nicht mehr drauf.
00:34:38: Ich kriege die auf täglicher Basis tatsächlich. Und ich gebe auch zu,
00:34:41: da hat dann jemand so ein bisschen das Ding verloren, dass ich immer reingucke.
00:34:44: Das schaffe ich nicht immer.
00:34:45: Ich bin aber von der Qualität, wenn ich jetzt reingucke, wahnsinnig überzeugt.
00:34:49: Also alles, was mir das Ding gerade liefert aufgrund meines Second Brains,
00:34:53: weil es weiß, was mich interessiert.
00:34:56: Ist extrem gut, weil ich habe so eine Kette gebaut, dass er eben nach Sachen
00:35:00: schaut, die abgelegt werden, dann lasse ich auch immer so drei Deep Dives schreiben
00:35:05: als MD-File, die abgelegt werden,
00:35:09: Auf der lokalen Maschine bei mir, auch zur Erklärung, ich wollte auch weg sein
00:35:12: aus der Cloud, das liegt alles auf der lokalen Maschine.
00:35:15: Auf dieser lokalen Maschine gibt es dann nochmal so ein Bundel von LMMs,
00:35:19: die lokal laufen mit dem Gamma-Modell, dass ich sage, ich verbrauche da auch
00:35:23: keine Tokens, sondern das läuft alles lokal.
00:35:26: Die gehen halt aber rüber und archivieren Sachen, die alt sind,
00:35:29: also dieses Thema vergessen, auch Sachen wegschieben, die vielleicht gar nicht mehr so spannend sind.
00:35:34: Dann gibt es auch da, Marc, so ein bisschen inspiriert von dir,
00:35:37: das Advisory Board, das quasi rüberläuft über dieses Vault und sich die Themen auch anguckt.
00:35:43: Das habe ich irgendwann mal gebildet aus den Autoren, die ich am meisten folge.
00:35:47: Oder Links, die ich am meisten geliked habe oder sowas.
00:35:50: Da sind ein paar dabei, unter anderem Keperfi auch, der dann auch im Advisory
00:35:53: Board sitzt und sich diese Themen nochmal anschaut und auch sagt,
00:35:56: sind diese Themen aktuell und nach neuen Verknüpfungen einfach so.
00:35:59: Also das heißt, dieses Vault im Hintergrund, dieses Second Brain im Hintergrund
00:36:03: hat auch so eine Art, ohne diesen Begriff jetzt zu stark ausbringen zu wollen,
00:36:07: aber so eine eigene Evolution. Also es wächst mit, ohne dass ich etwas tue.
00:36:12: Es erkennt also auch Sachen, die sind mit eingebaut, dass ich,
00:36:15: wenn ich auf gewisse Nachrichten nicht reagiere,
00:36:18: Ich habe es über Skills so mitgegeben, dass nach und nach diese Themen dann
00:36:23: anscheinend von mir auch gar nicht mehr so wichtig sind.
00:36:27: Ich versuche das dann so aufzusetzen, dass ich sage, gucke aber trotzdem nochmal
00:36:30: einmal am Wochenende, da kommt nochmal ein anderer Skills, der darüber läuft,
00:36:33: der sich dann auch nochmal anguckt und sagt, dieses Thema ist aber online immer
00:36:37: noch so heiß und Jens hat es immer noch nicht aufgegriffen.
00:36:41: Also obwohl Jens es langsam vergessen möchte anscheinend oder einfach nicht
00:36:44: aufmerksam genug ist auf meine Aktivierung, spiele ich es ihm noch einmal hoch.
00:36:49: Wenn er dann sagt, nein, dann ist es auch weg.
00:36:51: Also solche Mechanismen habe ich eingebaut.
00:36:54: Und das ist natürlich ein extremer Vorteil. Ich habe auch noch weitere Sachen
00:36:56: eingebaut, wie so ein Wächter, der schaut, weil ich natürlich ab und zu
00:36:59: auch mal mit meiner Open Claw drauf zugreifen möchte und auch mit dem Online-Service
00:37:04: halt in Realtime arbeite, dass ich sage,
00:37:07: der Wächter schaut auch nochmal, ob da Informationen drin sind,
00:37:10: die okay sind für eine öffentliche API oder für meine private API bei Cloud,
00:37:15: die ich dann bezahle, wo ich dann aber auch nicht mehr alles hochschicken möchte.
00:37:18: Also da wird dann auch im Prinzip geschaut, was kommt aus diesem Second Brain raus.
00:37:22: Und ich glaube, in all den Sachen, die ich jetzt gerade so beschrieben habe,
00:37:26: da sind noch viele Themen drin, die man so ein bisschen ableiten kann,
00:37:30: wenn wir auch das Thema, und jetzt schlage ich die Brücke,
00:37:33: auch gerne zu Marc oder zu Cornelius, einer von euch beiden,
00:37:35: gerne antworten in die Richtung, wie bauen wir denn sowas dann eigentlich in
00:37:39: so einem Firmenkontext in Zukunft auf?
00:37:41: Ich finde es schön, dass wir wieder zurück zur Firma gekommen wären.
00:37:44: Ich hätte ja noch die Brücke dahingehend erweitert, nach dem Motto,
00:37:48: was geben wir den Leuten denn als Ratschlag mit?
00:37:50: Aber ich hebe mir diese Brücke dann zu dem Abschluss auf und ich gucke jetzt
00:37:54: als erstes dann doch Richtung Cornelius. Was macht man jetzt?
00:37:57: Also wir haben jetzt alle ganz viel das Thema, ja, Second Drain und hast nicht
00:38:01: gesehen. Was machen wir jetzt in der Firma?
00:38:03: Was wäre denn so ein guter Schritt, den man vielleicht auch Firmen empfehlen
00:38:07: kann? Haben wir so ein bisschen.
00:38:09: Also ich gehe noch mal einen Schritt ganz kurz zurück zu Jens und gucke dann,
00:38:13: dass ich den Weg zurück finde zur Firma.
00:38:15: Wir helfen dir.
00:38:17: Das, was ich für mich persönlich...
00:38:19: Zu einer Firma, ja? Zu einer. Zu einer Firma.
00:38:23: Das, was ich für mich festgestellt habe, ist tatsächlich, dass die Systeme oftmals
00:38:30: einigermaßen gut funktionieren. Wenn ich aber im Detail drauf schaue,
00:38:35: dann doch sehr viele Fehler teilweise passieren.
00:38:39: Und die propagieren sich natürlich. Also alles, was der im Wissen falsch autodestilliert
00:38:46: oder welche Ableitung er trifft oder auch teilweise welche...
00:38:50: Dinge, er sich überlegt, wie er es kuratiert, der macht viele Fehler.
00:38:55: Und der macht viele Fehler, weil ich auch faul bin.
00:38:58: Der überlegt sich ein gutes Konzept, das sehr gut klingt. Und ich denke mir,
00:39:02: naja, der hat da sich was ausgedacht, wie er das Ganze scoret und ratet.
00:39:06: Und das wird schon gut sein. Und dann baut er das. Und dann denke ich mir auch,
00:39:11: ich habe ja ein Feature-Workflow. Und der macht ja Test-Driven-Design und der
00:39:15: benutzt Kodex fürs Review.
00:39:17: Und das wird schon alles sauber sein, wenn es durchgeht. Und dann machst du trotzdem mal
00:39:22: Irgendwann mal den Check und prüfst, ob er die Dinge wirklich macht oder dir
00:39:26: fällt was auf, wie eben in deinem Graph-Modell, dass es irgendwie
00:39:29: nicht gut aussieht in irgendeiner Form und dann lässt du mal länger drüber nachdenken,
00:39:34: wie die Dinge denn funktionieren und plötzlich kommt raus, der hat ziemlich viel Mist gemacht.
00:39:40: Und ich glaube halt dieses, also zumindest aktuell glaube ich,
00:39:45: ist Kuration nicht vollständig ausgliederbar und ich glaube,
00:39:49: das wird schon noch der Job sein, dass wir da reingehen und viel machen.
00:39:55: Und auf der anderen Seite denke ich mir auch, also wenn ich 90 Prozent des Zeitaufwand
00:39:59: spare und der macht 30 Prozent falsch, habe ich immer noch großen Mehrwert.
00:40:03: Also ich glaube, diese Gleichung ist auch richtig, muss kein perfektes System sein.
00:40:07: Ich kriege deutlich mehr Sachen, die mich stimulieren in einer guten Art und
00:40:12: Weise und zum Nachdenken anregen, als ich es davor gehabt hätte,
00:40:15: wenn ich mir einfach die Dinge so anhören muss.
00:40:17: Ich glaube, weil das genau in der Kuration der Punkt ist, der halt super wichtig
00:40:21: ist für den Unternehmenskontext, also dass man sich sehr gut überlegt,
00:40:25: welches Wissen möchte ich eigentlich wem mitgeben und in einem Skill verfügbar machen,
00:40:31: das dann eben eine sehr hohe Qualität hat, widerspruchsfrei ist,
00:40:34: vielleicht Methodenwissen, Standard Operating Procedures, also Geschäftsabläufe,
00:40:40: die man definiert hat, enthält und so weiter und so fort.
00:40:43: Also Dinge, die das Qualitätsniveau der Arbeit grundsätzlich steigern.
00:40:48: Aber der Weg dahin ist eben einer, den man sehr aktiv und mit menschlichem Einfluss gestalten muss.
00:40:55: Wenn ich jetzt zu meiner zweiten Frage überleite, es geht an euch beide,
00:41:01: dürft ihr euch überlegen, wer zuerst anfängt.
00:41:05: Was empfiehlt man denn jetzt? Also jeder, der bis hierhin durchgehalten hat,
00:41:08: der muss jetzt ein Goodie kriegen.
00:41:11: Der muss ein Goodie kriegen, weil er hat jetzt ja verstanden,
00:41:16: okay, ich möchte vielleicht nicht jedem Modell und jedem Anbieter alles von vorne erklären.
00:41:21: Ich möchte mein Interesse, das ich habe, irgendwie der Maschine festhalten.
00:41:27: Ich möchte einfach anfangen mit dem Thema Second Brain.
00:41:34: Was sind denn so die drei Minuten Invest, wo einfach mal ein bisschen abzustecken,
00:41:39: damit man einen Anfang machen kann, einen ersten Schritt?
00:41:44: In diese Richtung. Wer möchte anfangen?
00:41:47: Ja, ich überlege noch, wie das geht, dass wir beide überlegen,
00:41:50: obwohl wir an verschiedenen Orten sind. Das ist vielleicht auch so ein Second-Brain-Thema.
00:41:54: Cornelius und ich schon ein virtuelles Second-Brain, wäre uns das einfacher
00:41:57: gefallen, gemeinsam zu überlegen, wer von uns anfängt. Aber ich tue es jetzt einfach mal.
00:42:02: Ich glaube, wenn man jetzt anfängt, sich zu überlegen, ein Second-Brain aufzubauen,
00:42:11: dann sollte man tatsächlich, glaube ich,
00:42:14: Wenn man es vorher noch gar nicht gemacht hat, dann, ich würde mit Skills anfangen,
00:42:17: so wie du es beschrieben hast.
00:42:18: Ich glaube, das Thema Skills ist eine gute Herleitung, um einen guten Skill
00:42:23: irgendwo abzulegen, muss ich mir, oder einen guten Skill zu produzieren,
00:42:26: es geht ja nicht ums Ablegen, es geht ja darum, dass ich einen guten Outcome
00:42:29: hinterhaben möchte mit diesem Skill.
00:42:31: Dafür muss ich mir überlegen, welche Aufgabe soll dieser Skill machen,
00:42:35: erledigen können und welche Informationen zusätzlich ich muss dieser Skill noch haben.
00:42:41: So, und da bin ich schon genau in dieser Ecke, wo ich drüber überlegen muss,
00:42:45: okay, welche Information, in welcher Art und Weise sollten die strukturiert
00:42:49: sein, muss ich diesem Skill zur Verfügung stellen, damit er seine Aufgabe erfüllen kann.
00:42:53: Das ist für mich so der erste Schritt in so eine Second-Brain-Überlegung rein,
00:42:56: weil dieses Second-Brain, wie ich es gebaut habe, das ist riesig,
00:42:59: das muss man natürlich irgendwie wieder schneiden für einzelne Aufgaben später mal.
00:43:04: Ich glaube, das würde ich jetzt keinem so raten, so ein Monster erstmal hinzusetzen,
00:43:09: Das ist tatsächlich eher so ein Sparspiel, was ich betreibe in dem Moment.
00:43:13: Also das wäre so, fangt mit Skills an, schaut erstmal, dass ihr vernünftige
00:43:18: Skills aufbaut, weil ich glaube, die Kombination von Skills mit Files,
00:43:22: die ihr noch ablegt für diese Skills in Projektordnern, irgendwas anderes auf
00:43:25: euren Rechnern, ist eine
00:43:28: schöne erste Stufe eines Mini-Second Brains, das man ganz speziell für einen
00:43:35: Skill aufbaut, weil das Second Brain ist im Prinzip nichts anderes.
00:43:39: Bevor ich das Wort an Cornelius gebe, kurz aus der Werberegie,
00:43:44: Was ich da tatsächlich an der Stelle, das total, wie soll ich sagen, simpel gemacht.
00:43:49: Du hast ja gesagt mit Skills und Skills haben ja die Chance,
00:43:52: ich kann sie speichern und woanders hinschicken.
00:43:55: Ich habe ja diesen Skills-Safe auf GitHub und was ich dem Ding dann sage,
00:43:59: hier nehme aus dem Repro das Projekt und schaue dir das Projekt an und speichere
00:44:04: in dem Projekt das Wissen aus folgenden Ordnern.
00:44:08: Und dann gebe ich ihm so einen Ordner, was weiß ich, die Transkripte von der
00:44:11: WWDC oder von der Google I.O.
00:44:13: Und sage, hier, gib ihm das und dann kann ich dagegen Fragen stellen.
00:44:17: Das finde ich, das könnte man tatsächlich ziemlich einfach machen,
00:44:19: weil da heißt dann der Prompt, egal ob du da jetzt Gemini nimmst oder hier ChatGPT oder Entropic,
00:44:28: nimm dieses GitHub-Projekt, hier ist mein Wissen, fräs das zusammen,
00:44:33: gib mir den Skill zurück, vielen Dank.
00:44:35: Das ist, glaube ich, ein guter Einstieg. Und jetzt bin ich gespannt,
00:44:40: was uns der Cornelius empfiehlt.
00:44:43: Ich glaube, was ganz anderes.
00:44:45: Oder schön.
00:44:47: Bananen. Was total Gutes.
00:44:50: Aber auch wieder eher persönlich. Ich glaube, bei mir ist es ja eher so dieses
00:44:56: gewesen, wie reduziere ich auch meinen Medienkonsum?
00:45:02: Wie schaffe ich es auch sozusagen weniger Zeit verbringen, mich informieren
00:45:06: zu müssen oder das Gefühl zu haben, mich zu informieren?
00:45:09: Und ich glaube, dieses, was halt wirklich hilft oder es eigentlich den Fokus
00:45:14: zu shiften von der Frage, was könnte ich noch wissen
00:45:19: oder was will ich noch wissen wollen, hin zu, woran arbeite ich eigentlich gerade,
00:45:24: was will ich eigentlich erreichen.
00:45:26: Und dann schaffe ich ja schon einen Fokuspunkt zu sagen, okay,
00:45:30: folgendes Wissen ist vielleicht überhaupt relevant und dann habe ich eigentlich einen Einstieg.
00:45:34: Also bei mir ging es ja vor allem um das ganze Thema eigentlich Kuration und
00:45:39: alle möglichen Inhalte kommen rein und ich glaube, es ist gar nicht so wichtig,
00:45:43: dass man sich ein perfektes System baut,
00:45:47: das dann auch nachher nur sehr, sehr viel Müll vielleicht auch nur anhäuft,
00:45:51: sondern dass man sich eigentlich einsteigt mit einer anderen Frage,
00:45:54: nämlich wo will ich hin, was will ich erreichen, was will ich bauen und was brauche ich dafür.
00:45:59: Und dann ist vielleicht gar nicht so viel Wissen notwendig oder es ist eine gezielte Suche.
00:46:05: Und dann kann man sich daraus quasi sein Brain nach und nach aufbauen.
00:46:10: Damit würde ich anfangen.
00:46:12: Okay. Ich glaube, ja. Guter Punkt von dir, Cornelius. Ich würde sagen...
00:46:18: Wir haben es immer gesagt, anfangen ist immer hilfreich, KI-Thema.
00:46:22: Ich glaube, einfach machen. Also das nochmal als Hinweis von meiner Seite.
00:46:26: Ich glaube, da kann man nicht viel kaputt machen.
00:46:28: Es ist halt irgendwie auch komisch. Wir haben so super Modelle,
00:46:31: die alles mögliche machen, Videos generieren können und auslesen können.
00:46:36: Und auf der anderen Seite sind aber so Second Brains momentan einfach reine Textdateien.
00:46:40: Und das ist, glaube ich, so auf der anderen Seite auch wieder schön,
00:46:42: weil es total zugänglich ist. Weil jeder hat zum wenigsten mal in seiner Schulzeit
00:46:47: schon mal versucht, einen strukturierten Text zu schreiben.
00:46:49: Aber ich dachte, zu lesen.
00:46:51: Ja, auch zu lesen auch. Nichts anderes ist es eigentlich das,
00:46:55: was wir da gerade machen. Wir versuchen irgendwie Daten strukturiert abzulegen,
00:47:00: dass die sowohl von den Agents als auch von uns für die unterschiedlichen Anwendungsszenarien
00:47:04: erstmal einfach zu verstehen sind.
00:47:05: Das wird nicht das Ende der Fahnenstange sein. Also diese Sachen werden sich
00:47:08: meiner Meinung nach weiterentwickeln. Wir haben heute gar nicht so richtig das
00:47:12: Thema Enterprise richtig machen.
00:47:14: Enterprise Brains, eine Anzahl von 1000 Second Brains, die miteinander interagieren
00:47:20: werden in Zukunft oder sowas tangiert. Das sollten wir vielleicht mal in einer
00:47:22: anderen Folge nochmal nachholen.
00:47:24: Also Cornelius, da geht vielleicht schon mal die erste Einladung an dich.
00:47:27: Dass du gerne nochmal Gast bist, dann machen wir nochmal eine zweite Folge dazu
00:47:30: und gucken mal drauf, wie im Prinzip diese Brains miteinander interagieren können.
00:47:35: Aber, wie immer, einfach probieren. Es gibt auch da draußen keinen,
00:47:40: der irgendwie sagt, das ist der Plan A und der es richtig macht.
00:47:44: Und dementsprechend, ich glaube, wir konnten heute wieder so ein paar Sachen
00:47:49: vielleicht diskutieren, aufzeigen, wie man es machen kann.
00:47:53: Auch aufzeigen, wie man es nicht machen kann. Wenn man sich zurückerinnert an
00:47:55: meine Story mit dem Computerspiel installieren, da muss man nicht unbedingt
00:48:00: ein LLM für benutzen. Man hätte auch zwei, drei Sachen gucken können,
00:48:02: höchstwahrscheinlich, aber sei es drum.
00:48:04: Ich bin in den Pfad eingebogen und konnte ihn dann nicht mehr verlassen,
00:48:07: weil ich auch keine Ahnung gehabt habe, was das Ding da nicht auf meinem Rechner macht.
00:48:12: Und dann gibst du der KI einfach volle Kontrolle und gehst ins Bett.
00:48:16: Was kann schon schief gehen?
00:48:19: Was macht das Ding Kasselbüro hinter dir?
00:48:24: Ja, es ist ja Gott sei Dank nichts passiert. Ja, aber ich glaube,
00:48:27: Marc, möchtest du noch, wie so häufig, das machst du auch immer sehr schön, muss ich sagen.
00:48:31: Sagen, wir sind irgendwie gut drauf und nett zueinander. Wir müssen mal wieder
00:48:34: irgendwie vielleicht...
00:48:36: Ich habe jetzt schon ein gewisses Zwangsgefühl in mir.
00:48:40: Danke, dass du mir das so gibst. Also auch von meiner Seite,
00:48:44: Cornelius, ja, auch wenn der ein oder andere vielleicht heute gedacht hat,
00:48:48: heute sind aber viele Begriffe über den Äther geflossen, die ich erstmal nachdrucken muss.
00:48:53: Würde ich sagen, fangt an, probiert das mit den Skills aus. Ich glaube,
00:48:57: das ist tatsächlich sehr umgänglich. Ansonsten, Notion, Obsidian,
00:49:00: einfach Hauptsache, machen.
00:49:04: Und eine Sache wird einem gefühlt auch klar.
00:49:08: Wenn man anfängt, sich mit diesem Urspeichern von Wissen zu beschäftigen,
00:49:13: Markdown-Files, merkt man eigentlich, was man alles verloren hat in Zeiten von,
00:49:19: kein Bashing gegen Microsoft, ja, aber Word, Excel, PowerPoint,
00:49:22: wo man sich beschäftigt, Informationen durch Fettschrift und Farbwahl einer
00:49:27: Spalte sich zu verewigen, wo man sich dann überlegt, ja eigentlich,
00:49:32: ganz ehrlich, es geht auch anders.
00:49:33: So komischerweise beschäftigen sich gerade immer mehr Menschen damit,
00:49:36: wie man in klassischen Textdateien mit einem Hashtag, früher nannten wir das
00:49:41: Schweinegatter, aber das kann man irgendwie heutzutage, glaube ich,
00:49:44: so nicht mehr sagen, weiß ich nicht, für Überschriften und Titelungselemente und keine Ahnung was.
00:49:49: Von der Seite. Schaut euch Markdown
00:49:50: an. Schaut euch an, wie ihr eure Informationen dort reinspeichert.
00:49:54: Schaut euch an, wie ihr vielleicht Transkripte von YouTube, Podcasts oder Pressemeldungen
00:49:58: oder was auch immer euch interessiert, dort reinbekommt.
00:50:01: Und damit würde ich sagen, schließen wir das erste Kapitel des Second Brain,
00:50:06: kommen zu einer weiteren Folge sicherlich bald wieder mit dem netten Cornelius,
00:50:11: wenn er Lust hat, uns wieder zu begleiten.
00:50:14: Und wir verabschieden uns in dieser Folge, entlassen euch in die Nacht mit den
00:50:18: Gedanken über eure eigene Wissenserweiterung mit Hilfe von Makler und Dateien.
00:50:23: In diesem Sinne, bis bald. Ciao.
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